Clementine Gasser

PRESSE


Clementine Gasser – CD-Review PIONEER 23
skug – Magazin für Musik Noël Akchoté März 2004


Cello solo, keine Overdubs, Improvisationen und Kompositionen. Das Allererste, das einem beim Hören dieser Aufnahmen wahrscheinlich auffällt, ist die ungeheure Kraft und die überragende Spielfreude. Ein wahrhaft sinnliches Vergnügen am Umgang mit diesem besaiteten Stück Holz.

Was ein Klang in seiner Essenz bedeuten kann, muss man zuerst in seinem Innersten finden, und dann eröffnen sich viele Möglichkeiten für musikalische Bearbeitungsformen: Tarnen, herausschleudern, ableiten, am Leben erhalten, bekämpfen, brechen, wieder zusammenfügen, auffächern, zerschmettern, etc. ... . Ich sage das alles nur um darauf hinzuweisen, dass Clementine Gasser diese zwei entscheidenden Elemente in sich vereint: Das unbändige Verlangen zu spielen und ihre eigene Ausdruckskraft des Klanges.

Dieses Solo-CD Debut ist ein Erfolg auf allen Linien, erlaubt ihr doch die meisterliche Beherrschung des Instruments weit über das hinauszugehen, was man von einem „Cello Solo“ Album erwarten könnte. Ich denke, sie hat sich damit einen Platz zwischen Künstlerkollegen wie Erik Friedlander, Fred Lonberg-Holm, Marie Frances Uitti oder Ernst Reijseger erobert. Eine echte Entdeckung und ein unglaubliches Talent.